Meldung vom

Energiewende wird ohne Fachkräfte nicht möglich sein

Der Mangel an Fachkräften ist eine zunehmende Sorge der deutschen Wirtschaft, verstärkt durch die Alterung der Gesellschaft sowie Veränderungen der Arbeitswelt (Stichwort Digitalisierung).

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass gerade die Energiewende diesen Mangel in bestimmten Branchen noch verstärkten könnte. Gezielte und flexible Weiterbildungsformate können helfen, sowohl zusätzliche Arbeitskräfte zu mobilisieren als auch qualitative Impulse zu setzen. Im Rahmen eines Branchenforums hat der Spitzenverband der Gebäudetechnik (VdZ) eine Studie vorgelegt, die den drohenden Fachkräftemangel in der SHK-Branche analysiert –mit und ohne Energiewende. Bei einem angestrebten klimaneutralen Gebäudebestand im Jahr 2050 in Deutschland steige das jährliche Bauvolumen um knapp fünf Prozent, und treffe dabei möglicherweise auf eine ungebrochene Konjunktur sowie eine bereits spürbare Lücke an gut ausgebildeten Handwerkern. Insgesamt würden aufgrund der Energiewende allein bis zum Jahr 2025 zusätzliche 130.000 Arbeitskräfte benötigt. Wobei davon auszugehen ist, dass nicht alle Arbeitsplätze besetzt werden können. Im Jahr 2040 könnte daher diese Lücke etwa ein Drittel betragen.

Mit einer Erhöhung der Beschäftigungszahlen und einer verstärkten Qualifizierung könnte dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Das Fachkräftebündnis für den Klimaschutz im Weserbergland setzt genau hier an: Es sollen sowohl Personen qualifiziert werden, die bisher noch nicht im Themenfeld Energiewende beschäftigt sind arbeiten als auch solche, die darin bereits arbeiten, und so durch zusätzliche Qualifizierungen neue Anforderungen erfüllen und Arbeitsplätze sichern.