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Es lindnert wieder im Land

Der Mann mit dem Jagdschein

„Wir geben rund 28 Milliarden für die Förderung der erneuerbaren Energien hierzulande aus, die dem Klima nichts bringen. Für einen Bruchteil kann man eine Menge Wald kaufen.“

Helmut Schmidt hätte dies im Jahr 1972 möglicherweise so kommentiert: Es gibt Irrtümer, es gibt Fälschungen, und es gibt: Lindner-Reden!

„Der deutsche Klimanationalismus bremst nicht die Erderwärmung, sondern nur das wirtschaftliche Vorankommen der Menschen."

Während der Tempolimit-befreite deutsche Autobahnraser-Nationalismus (Freie Fahrt für freie Bürger!) die Erderwärmung und das Vorankommen der Menschen Richtung Friedhof forciert.

FDP-Chef Christian Lindner spricht sich dafür aus, dass ausgerechnet die Marktwirtschaft die beste Klimaschutz-Technik hervorbringen soll. Denn: „Dann entscheiden nicht mehr Politiker ohne technisches Wissen, welche Technologien zum Einsatz kommen, sondern Fachleute“, und so würde Deutschland beim Umweltschutz „Technologieführer in der Welt“.

Hier zeigt Lindner unfreiwillig Sinn für Humor, schließlich war Deutschland bereits wenn nicht Welt-, so doch zumindest Europameister in Windenergie, Solarthermie und Photovoltaik. Wie gesagt: war, bis „Politiker ohne technisches Wissen“ – nämlich Lindners Parteifreunde Philipp Rösler als Bundeswirtschaftsminister und der mobile Herrenwitz Rainer Brüderle – im Jahr 2013 die erneuerbaren Energien im Sinne von RWE, E.ON & Co massiv ausgebremst haben. O-Ton Rösler, der die Energieeffizienzrichtlinie der EU als „planwirtschaftlich“ ablehnte: „Wer aus der Kernenergie aussteigen will, der muss auch in fossile Kraftwerke einsteigen.“

Aber zurück zu Christian Lindner:

„Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren“. (November 2017)

„Wer uns ein faires Angebot zur Erneuerung des Landes macht, kann zu jeder Zeit damit rechnen, dass wir bereit sind, für dieses Land Verantwortung zu übernehmen.“ (Januar 2019)

Es ist besser nichts zu sagen, als dummes Zeug zu reden.

 

Hermann Sievers