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Fachkräftestrategie der Bundesregierung: Wo bleibt die Energiewende?

Angesichts 1,2 Millionen nicht besetzter Stellen hat das Bundeskabinett im Dezember 2018 eine Fachkräftestrategie beschlossen. Als tiefgreifende Transformationsprozesse und Herausforderungen für die Arbeitswelt werden vor allem die Digitalisierung sowie Globalisierung und Überalterung genannt. Die Anforderungen einer klimaneutralen und zukunftsfähigen Gesellschaft tauchen in der Strategie dagegen nicht auf. Dabei trifft der drohende Fachkräftemangel technische Berufsfelder und das Handwerk, die gerade die Energiewende voranbringen sollen, besonders stark.

Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung setzt im Wesentlichen auf drei Säulen: drohende Engpässe sollen im Inland, im EU-Ausland und auf internationaler Ebene angegangen werden. Zentraler Aspekt, insbesondere im Inland, sind Weiterbildung und Qualifizierung. Denn die meisten Menschen, die im Jahr 2030 erwerbstätig sein werden, sind es bereits heute. Die Fachkräftestrategie nennt die digitale Transformation als wesentliche Anforderung an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und soziale Marktwirtschaft können jedoch nur ausgebaut werden, wenn auch die Transformation hin zu mehr Klimaschutz und Energieeffizienz gelingt.

Das Fachkräftebündnis Weserbergland entwickelt, in Kooperation mit wichtigen Akteuren, Qualifizierungsangebote rund um die Energiewende – ob für Wärmenetze, Nichtwohngebäude, klimafreundliche Stromversorgung, Energieeffizienz in Produktion oder in Gebäuden. Dabei sollen neue Fachkräfte für das neue Arbeitsfeld qualifiziert sowie Beschäftigte in ihren Jobs besser auf zukünftige Aufgaben im Zusammenhang mit der Energiewende vorbereitet werden.