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Urlaub auf den Hitze-Inseln

Von OBI lernen, heißt schwitzen lernen

Dichte Bebauung, Asphalt, Beton, versiegelte Flächen und viel Verkehr mit Stickoxiden, CO2 und Feinstaub: So sieht es aus in unseren Städten, die sich im Sommer schnell und nachhaltig aufheizen. Wenn der Klimawandel, den es laut AfD und anderen Faschisten überhaupt nicht gibt, so weitergeht, werden auch die Hitze-Inseln zunehmen. Bereits heute besteht ein Zusammenhang zwischen hohen Temperaturen in Städten und Erkrankungen. Dagegen sorgt eine natürliche Begrünung für ein besseres Mikroklima: Es kann mehr Wasser verdunsten, gesundheitsschädliche Stoffe werden aus der Luft gefiltert und begrünte Hausfassaden sind wesentlich geringeren Temperaturschwankungen ausgesetzt als unbegrünte: Das ist gut für die Gebäude und für die Umwelt. Es geht aber auch anders, wie die OBI-Zeitungsbeilage DIE NEUEN FARBEN DER SAISON! Es ist Zeit, aufzublühen. vom Mai 2019 zeigt:

Egal, ob Feinsteinzeug-Bodenplatte Granit schwarz oder Gartenplatte Beton, anthrazit, beide harmonieren vortrefflich mit dem zu Tode gepflegten Rasen. Dazu Kanarische Dattelpalmen oder Formgehölze, an die garantiert keine Insekten rangehen, geschmackvoll drapiert vor einer Gabionen-Mauer, damit die Hitze noch besser gespeichert wird. Selbst die Trittschwellen für die rustikale Gestaltung von Gartenwegen sind aus Beton in Holz-Optik. Abgerundet wird die Depression mit Begleitgrün von monströsen Gartenmöbeln in schwarzem oder braunem Polyrattan. Wenn dann noch gegrillt wird, ist nicht mal ein Sommer wie 2018 nötig, damit beim Barbecue der Erbfall eintritt.

 

Hermann Sievers