Kommunale Wärmeplanung für die Samtgemeinde Hemmoor

IEQK „Englische Siedlung“ für die Stadt Bückeburg

11. Januar 2024

KSK für den Unstrut-Hainich-Kreis

29. Mai 2024

Referenz

Kommunale Wärmeplanung für die Samtgemeinde Hemmoor

Umsetzungszeitraum: Juni 2025 - April 2026

Leistungsbereich: Kommunale Wärmeplanung

Auftraggeber: Samtgemeinde Hemmoor

 
 
 

Im Auftrage der Samtgemeinde Hemmoor im Landkreis Cuxhaven erstellten wir eine kommunale Wärmeplanung für das komplette Gebiet mit Gemeinden Hechthausen und Osten.

Die Wärmeplanung ist ein übergeordneter, strategischer Planungsprozess für eine treibhausgasneut-rale Wärmeversorgung in der Samtgemeinde Hemmoor bis zum Jahr 2040. Dieser Prozess unterteilt sich in die vier Phasen:

  • Bestandsanalyse,
  • Potenzialanalyse,
  • Zielszenario,
  • Umsetzungsmaßnahmen.

Der gesamte Planungsprozess wurde von einer Akteursbeteiligung begleitet und in enger Abstimmung mit der Samtgemeinde Hemmoor erstellt.

Bestands- und Potenzialanalyse

Für die Analyse des Gebäudebestands wurde ein digitales Gebäudemodell erstellt. Hierfür werden ver-schiedenen Datenquellen zu Kataster-, Energie- oder Schornsteinfegerdaten ausgewertet und im Mo-dell zusammengeführt. Untersucht wurden insgesamt 5.091 beheizte Gebäude.

Im Rahmen einer umfangreichen Potenzialanalyse wurden die erschließbaren Wärmepotenziale aus Biomasse, Solarthermie, oberflächennaher Geothermie, Luft-Wasser-Wärmepumpen und aus der Oste sowie dem Abwasser ermittelt. Außerdem erfolgte die Abschätzung des Einsparpotenzials der Ge-bäude durch energetische Sanierung. Danach reduziert sich der Wärmebedarf bis zum Jahr 2040 um 34 GWh bzw. 21,6 % auf 123,4 GWh.

 

Zielszenario

Mit dem prognostizierten Wärmeverbrauch im Zieljahr 2040 wurde das Kommunalgebiet auf mögliche Wärmenetze untersucht. Für den Großteil der Samtgemeinde wird eine dezentrale Wärmeversorgung empfohlen. Eigentümer müssen sich dort eigenständig um eine klimafreundliche Lösung kümmern. Sieben Bereiche werden als Prüfgebiete ausgewiesen. Um hier belastbare Aussagen für oder gegen ein Wärmenetz zu treffen, bedarf es weiterer Untersuchungen hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit, Preis-gestaltung und dem potenziellen Kundenkreis.

Die wesentlichen Inhalte

  • Bestandsanalyse
  • Potenzialanalyse
  • Szenarienentwicklung
  • Kommunale Wämewendestrategie mit Maßnahmenkatalog
  • Projektmanagement
  • Akteursbeteiligung und Kommunikation

Abb.:
Gemeindegebiet Hemmoor mit Windvorranggebieten, bestehende Biogasanlagen und Geothermiepotential

Abb.:
Gemeindegebiet Hechthausen mit Windvorranggebieten, Geothermieeignungsgebiet und potentiellen Entnahmestelle für thermische Abwassernutzung

Auftraggeber